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Omega-3 und die Gesundheit
· Gehirnentwicklung
Die den langkettigen Omega-3-Fettsäuren bei der Gehirnentwicklung des Fötus und des Kindes zukommende Rolle ist mittlerweile unbestritten. Frühgeborene benötigen in diesem Zusammenhang eine besondere Aufmerksamkeit, denn sie verfügen noch über keine Fettgewebereserven. Diese Reserven bilden sich im Allgemeinen während des dritten Quartals der Schwangerschaft. In dieser Zeit erhöht sich der Inhalt des Gehirns des Säuglings um das drei- bis fünffache. In den ersten drei Monaten nach der Geburt wird ein gleichermaßen bedeutendes Gehirnwachstum verzeichnet.
Omega-3-Fettsäuren sind für die Gehirnentwicklung der Neugeborenen von herausragender Bedeutung, da sich eine unausgewogene Zufuhr dieser Substanz in einer Verschlechterung der Sehfunktionen niederschlagen kann. Gestillte Kinder und solche, die mit einer an mehrfach ungesättigten Fettsäure angereicherten Milch ernährt wurden, scheinen im Vergleich zu Kindern, die eine Milch ohne ungesättigte Fettsäuren erhielten, bessere Fähigkeiten zur Lösung von Problemen und zum Erlernen von Sprachen aufzuweisen (Agostini, Trojan et al. 1995; Willatts, Forsyth et al. 1998). · Aufmerksamkeitsstörungen An Aufmerksamkeits- und Lernfähigkeitsstörungen leidende Kinder scheinen einen geringeren Omega-3-Spiegel aufzuweisen als andere Kinder (Burgess, Stevens et al. 2000; Taylor, Higgins at al. 2000). Eine englische Studie zeigt, dass eine geeignete Zufuhr an essentiellen Omega-3-Fettsäuren ihr Verhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern könnte. (Richardson, Calvin et al. 2000; Richardson and Ross 2001).
· Hyperaktivität
Zahlreiche Kinder leiden unter einer schwachen Konzentrationsfähigkeit. Sie sind unfähig, sich auf eine konkrete Aufgabe zu konzentrieren und verlieren rasch das Interesse an den Aktivitäten, an denen sie teilnehmen. Ständig sind sie auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Da solche Kinder unfähig sind, soziale Regeln einzuhalten, haben sie in einem akademischen Umfeld nur selten Erfolg.
Diese Verhaltensstörungen sind genau eingegrenzt: das Aufmerksamkeitsdefizit (ADD) und das auf Hyperaktivität zurückzuführende Aufmerksamkeitsdefizit (ADHD). ADD und ADHD betreffen 3% bis 6% der Kinder. Der genaue Grund für ADD und ADHD ist in wissenschaftlichen und medizinischen Kreisen nicht bekannt. ADD und ADHD sind multidimensionale Verhaltensstörungen und für ihre Entstehung kommen zahlreiche Faktoren zum Tragen. Untersuchungen an Kindern vor der Aufnahme in den Kindergarten haben die Bedeutung einer DHA-Diät für den Lernprozess gezeigt (Carlson und Werkman 1996; Werkman und Carlson 1996). Eine jüngere Untersuchung brachte biochemische und klinische Elemente ans Tageslicht, die darauf schließen lassen, dass ein Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zur Entstehung unterschiedlicher Symptome dieser Verhaltensstörungen beitragen könnte (Ridchardson und Puri 2002). |
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